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Jugendfeuerwehren strukturfit für Demokratie

Vertreter aus Jugendfeuerwehren und zahlreicher anderer Jugendverbände trafen sich in Berlin , um über den Umgang mit rechtsextremen Strukturen in der Jugendverbandsarbeit zu diskutieren.
Veranstalter war die Deutsche Jugendfeuerwehr, die erste Zwischenergebnisse aus dem Modellprojekt „Jugendfeuerwehren strukturfit für Demokratie“ präsentierte und zu einem verbandsübergreifenden Austausch eingeladen hatte.

Die Fachtagung mit dem Titel „Jugendfeuer WEHREN gegen rechtsextreme Ideologien und Gefahren“ wurde vom Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, Dr. h. c. Ralf Ackermann, eröffnet. In seinen Begrüßungsworten betonte er die Notwendigkeit, sich auch
als Jugendfeuerwehr dem Thema Demokratiebildung anzunehmen:

„Feuerwehr ist ein Schmelztiegel der Gesellschaft – daher finden sich alle Bevölkerungsgruppen in unserer Organisation wieder. Daher ist es eine zentrale Aufgabe der Feuerwehr geworden, antidemokratischen
Tendenzen aktiv entgegenzusetzen und besonders in der Jugendverbandsarbeit öffentlich Position zu beziehen.“

Als besonders erfolgreich wertete Ackermann die professionelle Zusammenarbeit der Deutschen Jugendfeuerwehr im Modellprojekt „Jugendfeuerwehren strukturfit für Demokratie“ sowohl intern mit eigens zusammengestellten Bildungsgremien als auch extern mit Beratungsnetzwerken und weiteren Experten aus den Themenbereichen
Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus.
Daran schloss auch Prof. Dr. Benno Hafeneger von der Universität Marburg in seinem Fachvortrag an, der das Modellprojekt wissenschaftlich begleitet. Er würdigte besonders das Engagement der Deutschen Jugendfeuerwehr, sich interdisziplinär Hilfe zu suchen und fach- und verbandübergreifend konkrete Maßnahmen im Umgang mit rechten Strukturen zu entwickeln. „Viele Jugendverbände sind noch sehr unsicher im Umgang mit diesem Thema.
Dabei gibt es hier ein großes Interesse und hohen Bedarf an Qualifizierung und Weiterbildung“.
Das Modellprojekt „Jugendfeuerwehren strukturfit für Demokratie" hat im Oktober 2008 begonnen und läuft noch bis Dezember 2010. Seit dem Projektstart machen sich Jugendfeuerwehren in den sechs Bundesländern Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Thüringen auf den Weg, landesspezifische Kommunikationsmodelle (wie z.B. Online-Notruf-Systeme bei rechten Vorfällen) und Handreichungen für Jugendfeuerwehrwarte und JuLeiCa Trainer zu entwickeln.

Ausführliche Informationen zum Projekt stehen auf www.demokratie.jugendfeuerwehr.de bereit.

 

 

Demokratie

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